Was kann ein Gestaltungsbeirat ohne Bürgerbeteiligung?

Der Gestaltungsbeirat soll die Qualität der Baukultur sicherstellen. Diese ist jedoch eng mit der Partizipation ihrer NutzerInnen verwoben - mit BürgerInnenbeteiligung. Exzellente Partizipation muss integraler Bestandteil stadtgestalterischer Prozesse werden, nur so kann man die BürgerInnen ernst nehmen und einbeziehen!
Daher sind BürgerInnenbeteiligungen für städtische Projekte und Großprojekte von privaten Bauherren per Gemeinderatsbeschluss verbindlich festzulegen, sie zu einem wirksamen Teil der Planungsprozesse zu machen.

Partizipation muss integraler Bestandteil stadtgestalterischer Prozesse werden

Baukultur beschreibt die Vielfalt menschlicher Leistungen, ihre natürliche oder gebaute Umwelt zu verändern. Sie umfasst Architektur, Städtebau, Landschafts-, Orts- und Raumplanung, die Gestaltung von Infrastrukturbauten, Kunst im öffentlichen Raum und vieles mehr. Zum Beispiel nach dem Vorbild des in der Dimension vergleichbaren Heidelberger BürgerInnenbeteiligungsmodells – einem von Fachleuten begleitetem TRIALOG von Stadtpolitik, Stadtverwaltung und BürgerInnen.

Ein gutes Gebäude dient unzähligen Faktoren

Die Identität der Baukultur fußt auf Geschichte und Eigenlogik eines Ortes, einer Region oder eines Landes. Die Verantwortung für die Qualität gebauter Umwelt liegt nicht allein bei Politik, Verwaltung und Fachplanung, sondern ist eine gesamtgesellschaftliche.
Wofür steht eine Stadt, die wie die Gesellschaft, die sie belebt, ständigem Wandel ausgesetzt ist? Wofür steht ein Stadtteil, ein Straßenzug, eine Restfläche im urbanen Kampf um Aneignung nutzbarer Räume? Glauben wir im Jahr 2016 mit all unseren Erfahrungen der letzten Jahrzehnte immer noch an ein „Erfolgsmodell - Investor – Politik – Verwaltung“?

Die Menschen haben grundsätzlich ein gutes Gespür

Ebenso kann man diesen gesellschaftspolitisch relevanten Mitbestimmungs- und Gestaltanspruch auf andere Dimensionen, wie beispielsweise die Freiraum- und Stadtgestaltung, übertragen.
BürgerInnen sind ExpertInnen ihres Umfeldes. Sie kennen die Nischen, Pfade, Wege, die Besonderheiten ihres Umfeldes, sowie des öffentlichen und halböffentlichen Raums. Sie wissen, wie ihr Ort oder Stadtteil „tickt“, sie kennen seine Stärken und Schwächen. Sie verbinden Werte mit den Gestalträumen und deren Nutzungen. Kinder und Jugendliche beispielsweise erfüllen in kreativer Weise die von Erwachsenen unbesetzten Orte mit faszinierendem Eigenleben.
Die aktuell in Salzburg üblichen „Bürgerbeteiligungen“ sind im Wesentlichen Bürgerinformationen.

Ergebnisse ohne Einbindung der Benutzer sind nahezu wertlos

Werden Beteiligte nur per Informationsveranstaltungen über aktuelle Planungen oder Entscheidungen ihrer Lebensräume informiert, ohne selbst Einfluss nehmen zu können, ist dies eine nahezu wertlose Einweg-Kommunikation, die der Komplexität-Stadt nicht gerecht wird. Können die Beteiligten durch Konsultation zu einem Entwurf oder einer Frage Stellung nehmen, ist eine etwas konstruktivere Zweiweg-Kommunikation gegeben, die in der Praxis jedoch nicht die Potentiale der Bürgerschaft abzuschöpfen vermag, die der Aufgabe Stadtgestaltung im Detail gerecht werden.

Gelebte Kooperation samt Mehrweg-Kommunikation steigern nicht nur die Planungsqualität

Ausreichend komplexe Fragestellungen ermöglichen ein vertieftes Arbeiten und ein gemeinsames Entwickeln qualitätsvoller Ziele. Die Beteiligten bereichern dabei den Planungsprozess durch eine strukturierte, professionelle Prozessbegleitung. Zum rechten Zeitpunkt an den richtigen Themen gemeinschaftlich zu arbeiten, lässt engagierte BürgerInnen zu Akteuren ihres eigenen Umfeldes werden. Lokale Potentiale können erkannt, offensichtliche und weniger sichtbare Qualitäten beschrieben und benannt, Schätze gehoben werden.

Exzellente Partizipationsprozesse arbeiten mit Perspektivenwechsel aller daran Beteiligten

Durch bewusst gewählte Vielfalt an Akteuren werden Prozesse grundsätzlich wertvoller und besser umsetzbar. BürgerInnen, auch noch nicht Wahlberechtigte, wie Kinder und Jugendliche, gehören dazu, VertreterInnen von Unternehmen und Organisationen vor Ort - wie Kammern, Anwaltschaften und NGOs - sowie die Fachöffentlichkeit, Verwaltung, politische VertreterInnen arbeiten gemeinsam – sorgsam begleitet von ProzessbegleiterInnen – barrierefrei an einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Stadtgestalt.
Bürgerbeteiligung fördert das Gemeinwohl, stärkt das Vertrauen in die demokratischen Institutionen erhöht die Zufriedenheit mit der Funktionsweise der Demokratie und Verwaltung.

Die positiven Erfahrungen sind nicht zu übersehen


Textauszug aus dem UBK_Offener Brief vom 15. Juni 2016 an den Planungsausschuss

Titel: „SINNVOLLE VERÄNDERUNGEN IN DER PLANUNGSKULTUR
POSITIONSPAPIER INITIATIVE UM+BAU+KULTUR SALZBURG“
Initiative Um+Bau+Kultur Salzburg – Strategien für eine Stadt info@umbaukultur.com

Was kann ein Gestaltungsbeirat ohne Bürgerbeteiligung?

Der Gestaltungsbeirat soll die Qualität der Baukultur sicherstellen. Diese ist jedoch eng mit der Partizipation ihrer NutzerInnen verwoben - mit BürgerInnenbeteiligung. Exzellente Partizipation muss integraler Bestandteil stadtgestalterischer Prozesse werden, nur so kann man die BürgerInnen ernst nehmen und einbeziehen!
Daher sind BürgerInnenbeteiligungen für städtische Projekte und Großprojekte von privaten Bauherren per Gemeinderatsbeschluss verbindlich festzulegen, sie zu einem wirksamen Teil der Planungsprozesse zu machen.

Partizipation muss integraler Bestandteil stadtgestalterischer Prozesse werden

Baukultur beschreibt die Vielfalt menschlicher Leistungen, ihre natürliche oder gebaute Umwelt zu verändern. Sie umfasst Architektur, Städtebau, Landschafts-, Orts- und Raumplanung, die Gestaltung von Infrastrukturbauten, Kunst im öffentlichen Raum und vieles mehr. Zum Beispiel nach dem Vorbild des in der Dimension vergleichbaren Heidelberger BürgerInnenbeteiligungsmodells – einem von Fachleuten begleitetem TRIALOG von Stadtpolitik, Stadtverwaltung und BürgerInnen.

Ein gutes Gebäude dient unzähligen Faktoren

Die Identität der Baukultur fußt auf Geschichte und Eigenlogik eines Ortes, einer Region oder eines Landes. Die Verantwortung für die Qualität gebauter Umwelt liegt nicht allein bei Politik, Verwaltung und Fachplanung, sondern ist eine gesamtgesellschaftliche.
Wofür steht eine Stadt, die wie die Gesellschaft, die sie belebt, ständigem Wandel ausgesetzt ist? Wofür steht ein Stadtteil, ein Straßenzug, eine Restfläche im urbanen Kampf um Aneignung nutzbarer Räume? Glauben wir im Jahr 2016 mit all unseren Erfahrungen der letzten Jahrzehnte immer noch an ein „Erfolgsmodell - Investor – Politik – Verwaltung“?

Die Menschen haben grundsätzlich ein gutes Gespür

Ebenso kann man diesen gesellschaftspolitisch relevanten Mitbestimmungs- und Gestaltanspruch auf andere Dimensionen, wie beispielsweise die Freiraum- und Stadtgestaltung, übertragen.
BürgerInnen sind ExpertInnen ihres Umfeldes. Sie kennen die Nischen, Pfade, Wege, die Besonderheiten ihres Umfeldes, sowie des öffentlichen und halböffentlichen Raums. Sie wissen, wie ihr Ort oder Stadtteil „tickt“, sie kennen seine Stärken und Schwächen. Sie verbinden Werte mit den Gestalträumen und deren Nutzungen. Kinder und Jugendliche beispielsweise erfüllen in kreativer Weise die von Erwachsenen unbesetzten Orte mit faszinierendem Eigenleben.
Die aktuell in Salzburg üblichen „Bürgerbeteiligungen“ sind im Wesentlichen Bürgerinformationen.

Ergebnisse ohne Einbindung der Benutzer sind nahezu wertlos

Werden Beteiligte nur per Informationsveranstaltungen über aktuelle Planungen oder Entscheidungen ihrer Lebensräume informiert, ohne selbst Einfluss nehmen zu können, ist dies eine nahezu wertlose Einweg-Kommunikation, die der Komplexität-Stadt nicht gerecht wird. Können die Beteiligten durch Konsultation zu einem Entwurf oder einer Frage Stellung nehmen, ist eine etwas konstruktivere Zweiweg-Kommunikation gegeben, die in der Praxis jedoch nicht die Potentiale der Bürgerschaft abzuschöpfen vermag, die der Aufgabe Stadtgestaltung im Detail gerecht werden.

Gelebte Kooperation samt Mehrweg-Kommunikation steigern nicht nur die Planungsqualität

Ausreichend komplexe Fragestellungen ermöglichen ein vertieftes Arbeiten und ein gemeinsames Entwickeln qualitätsvoller Ziele. Die Beteiligten bereichern dabei den Planungsprozess durch eine strukturierte, professionelle Prozessbegleitung. Zum rechten Zeitpunkt an den richtigen Themen gemeinschaftlich zu arbeiten, lässt engagierte BürgerInnen zu Akteuren ihres eigenen Umfeldes werden. Lokale Potentiale können erkannt, offensichtliche und weniger sichtbare Qualitäten beschrieben und benannt, Schätze gehoben werden.

Exzellente Partizipationsprozesse arbeiten mit Perspektivenwechsel aller daran Beteiligten

Durch bewusst gewählte Vielfalt an Akteuren werden Prozesse grundsätzlich wertvoller und besser umsetzbar. BürgerInnen, auch noch nicht Wahlberechtigte, wie Kinder und Jugendliche, gehören dazu, VertreterInnen von Unternehmen und Organisationen vor Ort - wie Kammern, Anwaltschaften und NGOs - sowie die Fachöffentlichkeit, Verwaltung, politische VertreterInnen arbeiten gemeinsam – sorgsam begleitet von ProzessbegleiterInnen – barrierefrei an einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Stadtgestalt.
Bürgerbeteiligung fördert das Gemeinwohl, stärkt das Vertrauen in die demokratischen Institutionen erhöht die Zufriedenheit mit der Funktionsweise der Demokratie und Verwaltung.


Textauszug aus dem UBK_Offener Brief vom 15. Juni 2016 an den Planungsausschuss

Titel: „SINNVOLLE VERÄNDERUNGEN IN DER PLANUNGSKULTUR
POSITIONSPAPIER INITIATIVE UM+BAU+KULTUR SALZBURG“
Initiative Um+Bau+Kultur Salzburg – Strategien für eine Stadt info@umbaukultur.com

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